Rheinfahrt (complexe 7)

  • ausgestellt in der Galerie Felix Ringel, Düsseldorf, 2008

Übersicht der Bilder (Auswahl)

 

Das Bildstück basiert auf dem Gedanken, die Handlung in einzelne Zeitabschnitte, markiert durch transparente Plexiglasscheiben („Zonen“), zu unterteilen, um somit eine gesamte Parallel-Handlung zeigen zu können. – Das Stück beginnt im hinteren Bereich der Bühne; nachdem die 1. Szene erfolgte, wird in der gesamten Breite der Bühne eine Plexiglasscheibe platziert. Die 2. Szene erfolgt nun vor dieser Scheibe und der sich weiterhin wiederholenden ersten Szene. Ebenso wird mit der zweiten Szene verfahren, im weiteren Verlauf dann mit allen folgenden Szenen. Auf diese Weise spielt sich das Stück nach und nach dem Bühnenvordergrund entgegen.


Das Bildstück basiert auf dem Roman „Rheinfahrt“ von Stephan Kaluza. – durch den Unfalltod seiner Tochter verliert der Protagonist A. „den Boden unter den Füßen“ und tritt eine alptraumhafte, nicht endende Zugreise an.
In diesem Sinne versteht sich die wiederholende Gleichzeitigkeit aller Szenen; - der Protagonist durchlebt eine Innenschau, indem er versucht, seinen Schmerz zu bewältigen. Während er physisch am Geschehen um ihn herum nahezu unbeteiligt im Zugsessel sitzt, vermengen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in osmotischer, für den Protagonisten nicht mehr trennbarer Form.