„Märchen/Sentenz“ (complexe 15)

Übersicht der Bilder (Auswahl)

Der schwarz-weiße Hintergrund des Bildes besteht aus einer endlos scheinenden, sich stetig wandelnden Landschaft. Sie beginnt mit der gezeichneten Interpretation der Genesis, verändert sich dann zu einer, wie aus der Urzeit anmutenden, Urwaldlandschaft, die zu einer urbanen Szenerie avanciert. Der Vordergrund des Bildstückes besteht aus einem durchgehenden roten Balken, auf dem der Protagonist seine Geschichte erlebt; - der Mensch wandert vor diesem Hintergrund über den roten Balken, wie in einem Kino nimmt er die Veränderung der Umgebung wahr. Auf dem Balken selbst begegnen ihm die Phantasmen (Mythen/Märchen) der Gesellschaft: - Kommunikation, Begierde, Liebe, das Relevante, die Moral/Ethik, Krieg und Frieden (...).


Das Bildstück greift den Gedanken des radikalen Konstruktivismus (Glasersfeld/Foerster) auf, - in wie weit ist das Wahrgenommene mit der „Realität“ gleichzusetzen, in wie weit ist „Realität“ ein aktiv herstellbarer Prozeß(?). Der farbig abgesetzte Balken im Vordergrund (Aktion) bedeutet somit eine vorerst bewusste Trennung vom schwarz-weißen Hintergrund (Umgebung), diese wird zum Ende der Geschichte wieder aufgehoben, indem der Balken selbst zum Bildhintergrund avanciert.