„Drohnen“ (complexe 4)

  • ausgestellt im Kunstverein Konstanz/Ravensburg, 2007

Übersicht der Bilder (Auswahl)


Die Vorlage zu „Drohnen“ bildet die Legende des byzantinischen Königsmord, die besagt, daß ein jedweder Thronfolger seine verwandten Rivalen von eigener Hand zu töten hatte.
Die Bildmitte besteht aus einem Altar, auf dem ein zugedecktes Kind liegt; der Protagonist des Stückes umschleicht es, mit einem Dolch bewaffnet. Seine Versuche, das Kind zu ermorden, scheitern an seiner zunehmenden Verzweiflung. Je unfähiger er dazu wird, um so mehr rücken die seitlichen Wände heran, bis sie finale nur noch einen schmalen Handlungsspielraum übrig lassen, der dem Protagonisten keine Wahl läßt und ihm somit zum Mord zwingt.


Die seitlichen Wände repräsentieren den gesellschaftlichen Druck, eine unmenschliche Tat zu vollziehen, zudem stellen sie die wesentliche Bildästhetik des Stückes dar; je schmaler der Handlungsspielraum wird, um so deutlicher wird das Aufeinandertreffen dieses vertikalen „Rest“-Raumes auf die extreme Länge der Bühne.